Die Fachrichtung Orthopädie steht wie kaum ein anderer Bereich der Medizin für Präzision, langfristige Therapien und eine enge Verzahnung von Diagnose, Bildgebung und Hilfsmittelversorgung. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung rasant voran: Von der elektronischen Patientenakte (ePA) über KI-gestützte Ganganalysen bis hin zu 3D-gefertigten Orthesen und Prothesen entstehen neue Möglichkeiten in Praxis und Klinik. Damit diese Potenziale sicher und effizient genutzt werden können, müssen im orthopädischen Umfeld einige Besonderheiten im Umgang mit IT beachtet werden.

Orthopädie

Orthopäd:innen arbeiten mit großen Datenmengen und komplexen Prozessen, etwa:

  • hochauflösende Bildgebung (Röntgen, CT, MRT)
  • Bewegungsanalysen und Ganganalysen
  • digitale Planungsdaten für Operationen und Implantate
  • CAD-/CAM-Daten für Prothesen, Orthesen und Einlagen
  • langfristige Verlaufsdokumentation bei chronischen Beschwerden

Ohne eine stabile, gut geplante IT-Infrastruktur werden diese Datenflüsse schnell zum Risiko – für die Behandlungsqualität, aber auch für Datenschutz und Wirtschaftlichkeit der Praxis oder Klinik.

Zentrale IT-Besonderheiten in der Orthopädie

  • Integration von Bildgebung und Praxis-/Kliniksoftware

In der Orthopädie ist die Verknüpfung von Bilddaten mit der digitalen Patientenakte entscheidend. Auf welche Punkte sollte geachtet werden:

  • Schnittstellen zwischen Praxisverwaltungssystem (PVS), Krankenhausinformationssystem (KIS) und PACS/RIS müssen sauber eingerichtet sein.
  • Standardisierte Formate (z. B. DICOM) erleichtern den Austausch mit Radiologie, Reha-Kliniken und Sanitätshäusern.
  • Performance: Hochauflösende Bilder benötigen schnelle Netzwerke, ausreichend Speicher und durchdachte Backup-Konzepte.

Eine gute Integration reduziert Doppeldokumentationen, vermeidet Fehler und spart Zeit im Praxisalltag.

Spezielle Anforderungen in der operativen Orthopädie

In der operativen Orthopädie und Unfallchirurgie kommen weitere sehr wichtige IT-Aspekte hinzu:

  • Digitale Operationsplanung (z. B. für Endoprothetik, Wirbelsäuleneingriffe)
  • Navigation, Robotik und intraoperative Bildgebung
  • Dokumentation von Implantaten und Nachverfolgung (UDI, Register)

Hier ist besonders wichtig:

  • Hohe Verfügbarkeit der Systeme, da OP-Verzögerungen teuer sind und Patientensicherheit betreffen.
  • Saubere Dokumentation der verwendeten Implantate für Rückrufaktionen und Qualitätsregister.
  • Sichere Anbindung von OP-Systemen an das KIS ohne Gefährdung der Netzwerksicherheit.
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