Praxisnetzwerk und WLAN für Arztpraxen – stabil, getrennt, dokumentiert
Das Netzwerk ist die Grundlage für alles andere: Praxissoftware, Telematikinfrastruktur, Kartenterminals, Telefonie, Röntgen und Labor. Wir planen, bauen und betreuen Netzwerk und WLAN für Arztpraxen und MVZ in Berlin und Brandenburg – von der Verkabelung bis zur Segmentierung.
In den meisten Praxen ist das Netz über Jahre gewachsen: ein Switch im Serverschrank, ein zweiter hinter der Anmeldung, der Router vom Internetanbieter, ein WLAN-Repeater im Flur und ein Kabel, das niemand mehr zuordnen kann. Das funktioniert – bis der erste Ausfall mitten in die Sprechstunde fällt und niemand sagen kann, was eigentlich woran hängt.
Auf dieser Seite finden Sie, worin sich ein Praxisnetz von einem Büronetz unterscheidet, wie wir Praxis-, Geräte-, TI- und Gastnetz voneinander trennen, was wir dabei übernehmen und wie eine Umstellung ohne Ausfall in der Sprechzeit abläuft.
Was ein Praxisnetz von einem Büronetz unterscheidet
Ein Büronetz muss Menschen mit Laptops ins Internet bringen. In einer Praxis hängen daneben Geräte, die man sich nicht aussuchen kann: Kartenterminals, der TI-Konnektor, Röntgen- und Ultraschallgeräte, Laboranalysatoren, das Terminal am Empfang, die Telefonanlage. Viele davon laufen mit Software, die selten Updates bekommt und die Sie trotzdem noch Jahre einsetzen werden.
Wartungsfenster nach Ihren Bedürfnissen. Zwischen acht und achtzehn Uhr ist in der Regel keine gute Wartungsfenster-Zeit im Praxisalltag. Umbauten, Updates und Umstellungen vereinbaren wir deshalb gemeinsam unter Umständen in die Randzeiten und testen vorher, was am Morgen danach funktionieren muss.
Nachweisbarkeit. Die IT-Sicherheitsrichtlinie nach Paragraf 75b SGB V macht Praxen unter anderem Vorgaben zu Netzzugängen, WLAN und Dokumentation – je nach Praxisgröße unterschiedlich weitgehend. Was wir aufbauen, dokumentieren wir so, dass Sie es im Ernstfall auch vorzeigen können.
Segmentierung: mehrere Netze statt einem
Der wichtigste Schritt kostet keine neue Hardware, sondern Planung: Das eine Netz wird in getrennte Bereiche zerlegt, zwischen denen die Firewall entscheidet, wer mit wem sprechen darf.
- Praxisnetz – Arbeitsplätze, Server, Praxissoftware, Drucker und Scanner
- TI-Netz – Konnektor, Kartenterminals und alles, was an der Telematikinfrastruktur hängt
- Geräte- und Medizintechniknetz – Modalitäten, Laborgeräte, Selbstanmeldeterminal, Telefonanlage, Zutrittstechnik
- Gastnetz – das WLAN für Patientinnen und Patienten, ohne jede Verbindung ins Praxisnetz
Jedes Segment bekommt eigene Regeln: Welches Gerät darf ins Internet, welches nur zum Server, welches gar nirgendwohin. Alte Medizingeräte, für die es keine Updates mehr gibt, werden so eingesperrt, dass sie ihre Aufgabe erfüllen, ohne ein Einfallstor zu sein.
TI-Anbindung und Kartenterminals
Der Konnektor ist der empfindlichste Punkt im Praxisnetz und gleichzeitig der, an dem im Alltag am häufigsten etwas klemmt. Wir richten die Anbindung so ein, dass Konnektor und Kartenterminals fest adressiert sind, im eigenen Segment liegen und von der Praxissoftware zuverlässig erreicht werden – im Reihen- oder im Parallelbetrieb, je nachdem, was zu Ihrem Anschluss und Ihren Geräten passt.
Kartenterminals binden wir bevorzugt über das Netzwerk statt über USB an: Dann steht das Gerät dort, wo es gebraucht wird, und nicht dort, wo das Kabel hinreicht. Für Praxen mit tomedo® stimmen wir die Konfiguration direkt mit der Praxissoftware ab – als zertifizierter tomedo® Installationspartner kennen wir beide Seiten.
Patienten-WLAN ohne Risiko für die Praxisdaten
Ein Gastzugang im Wartezimmer ist heute Service, kein Luxus. Er gehört aber in ein eigenes Netz mit eigener Kennung, eigener Bandbreite und ohne jeden Weg ins Praxisnetz. Technisch heißt das: eigenes Segment, Client-Isolation, begrenzte Bandbreite, damit der Gastzugang die Praxissoftware nie ausbremst.
Dazu kommen die organisatorischen Punkte: eine Startseite mit Nutzungsbedingungen, ein Zugangsverfahren, das zu Ihrem Wartezimmer passt, und eine kurze Festlegung, was protokolliert wird und was nicht. Die frühere Störerhaftung für offene Netze ist entschärft worden – sauber getrennt und dokumentiert gehört das Gastnetz trotzdem.
Verkabelung und WLAN-Ausleuchtung
WLAN ersetzt keine Verkabelung, es ergänzt sie. Arbeitsplätze, Server, Konnektor und Modalitäten gehören ans Kabel – strukturiert verlegt, auf ein Patchfeld aufgelegt und an Switches mit Stromversorgung über das Netzwerkkabel, damit Access Points und IP-Telefone kein eigenes Netzteil brauchen.
Für das WLAN planen wir die Access Points nach Grundriss und messen nach dem Aufbau nach, statt Repeater in Flure zu stecken und zu hoffen. Gerade Altbaupraxen mit dicken Wänden, langen Fluren und einem Anbau im Hof brauchen dafür ein paar Messpunkte mehr – dafür funktioniert das Tablet danach auch im hintersten Behandlungsraum.
Unser Leistungsumfang rund um Netzwerk und WLAN
Vom ersten Blick in den Serverschrank bis zum laufenden Betrieb übernehmen wir:
- Bestandsaufnahme – was steht heute wo, was hängt woran, was kann weg
- Netzkonzept – Segmentierung, Adressierung, Firewall-Regeln, Fernwartungs- und Homeoffice-Zugänge
- Strukturierte Verkabelung – Dosen, Patchschrank, Switches mit Stromversorgung über das Netzwerkkabel, saubere Beschriftung
- WLAN-Planung und -Ausleuchtung – Access Points statt Repeater, getrenntes Gastnetz, Messung nach der Installation
- Firewall und Internetanschluss – Regelwerk, Ausfallabsicherung, gesicherte Zugänge von außen
- TI-Integration – Konnektor und Kartenterminals im eigenen Segment, abgestimmt auf Ihre Praxissoftware
- Umstellung außerhalb der Sprechzeiten – vorbereitet, getestet und mit Rückfallplan
- Betrieb und Wartung – Überwachung, Updates, Erweiterungen und aktuelle Dokumentation im Rahmen von IT Support und Wartung
Neubau, Umzug oder gewachsenes Netz
Bei einer Praxisgründung ist Netzplanung die günstigste Baustelle: Solange die Wände offen sind, kosten zwei zusätzliche Dosen pro Raum fast nichts – nachträglich kostet jede einzelne davon einen Handwerkertermin.
Bei einem Praxisumzug bauen wir das Netz an den neuen Räumen auf, bevor umgezogen wird, und schalten Anschluss, Telefonie und TI so um, dass am ersten Sprechtag alles steht.
Und im gewachsenen Netz beginnen wir mit einer Bestandsaufnahme: Was jetzt schon trägt, bleibt. Umgebaut wird in Schritten, die jeweils an einem Abend abgeschlossen sind.
Passt zusammen mit dem Rest Ihrer Praxis-IT
Netzwerk und WLAN sind bei uns kein Einzelgewerk. Auf demselben Netz laufen Ihre Telefonanlage, Ihr Selbstanmeldeterminal und Ihre Praxissoftware – geplant und betreut von denselben Leuten. Einen Überblick über alles Weitere finden Sie bei unseren IT-Leistungen für Arztpraxen.
Warum Sie Ihr Praxisnetz bei uns planen lassen sollten
- Ein Ansprechpartner – Netz, Praxissoftware, Telefonie und TI aus einer Hand; bei Störungen entfällt das Verweisen zwischen Anbietern
- Praxiserfahrung statt Bürostandard – wir kennen Konnektor, Kartenterminals und Medizingeräte aus dem täglichen Einsatz
- Vor Ort in Berlin und Brandenburg – wenn Fernwartung nicht reicht, kommen wir in die Praxis
- Dokumentation, die Ihnen gehört – Netzplan, Beschriftung und Zugangsdaten bleiben nachvollziehbar, auch unabhängig von uns
Häufige Fragen zu Praxisnetzwerk und WLAN
Reicht der Router vom Internetanbieter nicht aus?
Für zwei Rechner und einen Drucker schon. Sobald Kartenterminals, Konnektor, Medizingeräte und ein Gastzugang dazukommen, fehlen ihm die Mittel, diese Bereiche voneinander zu trennen – und genau darauf kommt es in einer Praxis an.
Können wir Patienten-WLAN anbieten, ohne die Praxisdaten zu gefährden?
Ja, wenn der Gastzugang in einem eigenen Netz liegt, die Geräte im Gastnetz sich untereinander nicht sehen und keine Verbindung ins Praxisnetz besteht. Zusätzlich begrenzen wir die Bandbreite, damit das Wartezimmer die Praxissoftware nie ausbremst.
Müssen wir für den Umbau schließen?
In der Regel nicht. Verkabelung und Vorbereitung laufen parallel zum Betrieb, die eigentliche Umstellung legen wir auf einen sprechstundenfreien Tag. Für den Fall der Fälle gibt es einen Rückfallplan.
Brauchen wir wirklich Kabel, wenn das WLAN doch funktioniert?
Für Tablets und Besprechungsräume ist WLAN richtig. Server, Arbeitsplätze, Konnektor und bildgebende Geräte gehören ans Kabel – dort geht es um gleichbleibende Übertragungsraten und darum, dass eine Übertragung auch dann durchläuft, wenn nebenan zwanzig Handys im Gastnetz hängen.
Was verlangt die IT-Sicherheitsrichtlinie nach Paragraf 75b SGB V vom Netzwerk?
Sie enthält je nach Praxisgröße abgestufte Anforderungen, unter anderem zu WLAN-Nutzung, Zugängen, Netzwerksicherheit und zur Dokumentation. Wir setzen die technischen Punkte um und liefern die Unterlagen, die Sie für Ihre Nachweise brauchen.
Wie lange dauert so ein Projekt?
Eine Einzelpraxis mit acht bis zwölf Arbeitsplätzen ist meist in wenigen Tagen umgestellt, verteilt auf Vorbereitung, Verkabelung und eine Umschaltung in der Randzeit. Bei MVZ mit mehreren Standorten planen wir standortweise.
Sprechen wir über Ihr Praxisnetz
Schreiben Sie uns kurz, wie Ihr Netz heute aussieht: wie viele Arbeitsplätze, welche Geräte, was im Alltag hakt. Wir schauen es uns an und sagen Ihnen, was sich mit wenig Aufwand verbessern lässt und was ein Projekt wird.
- Telefon: 030 211 83 80 83
- E-Mail: info@praxissoftware.berlin
- WhatsApp: Nachricht senden
